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Aktuelles

Studierende informieren sich über Arbeit in den Werkstätten


Wie sieht der Tagesablauf der Menschen mit Behinderung aus, die in den Werkstätten der Stiftung Scheuern arbeiten? Das ist nur eine von vielen Fragen, die Rick Berchem, Nils Petri und Mirjam Schreiner im Gepäck hatten, als sie zu einem Experteninterview nach Nassau kamen.

Die drei jungen Leute studieren Soziale Arbeit – Nils Petri und Mirjam Schreiner an der Hochschule Koblenz, Erasmusstudent Rick Berchem an der Universität Luxemburg.

Viel Zeit, ihnen Rede und Antwort zu stehen, nahmen sich vonseiten der Stiftung Scheuern Florin Abel (Vorsitzender Werkstattrat), Elke Friedrich (Mitarbeiterin Begleitende Dienste), Birgit Klaiber (Bildungskoordinatorin), Volker Leiberger (Vertrauensperson Werkstattrat) und Birgitt Roos (Leiterin Begleitende Dienste). „Es gibt Erhebungen und Arbeitsproben, und wir schauen, was den Betreffenden liegt. Außerdem haben sie die Möglichkeit, etwa als Praktikanten, verschiedene Arbeitsbereiche kennen zu lernen“, erklärten Birgitt Roos und Elke Friedrich das Aufnahmeverfahren für einen Platz in der Werkstatt – denn auch danach fragten die Studierenden. Die Werkstatt, das wurde ebenso deutlich, ist keine Einbahnstraße. Der Wechsel in ein Arbeitsverhältnis außerhalb der Einrichtung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich und wird von der Stiftung Scheuern unterstützt. Florin Abel hatte einen solchen Außenarbeitsplatz – und kehrte wieder in die Werkstatt zurück. „Draußen fehlt oft die Zeit, Aufgaben richtig zu erklären. Das ist in der Werkstatt anders“, sagte er. „Ich würde keinem empfehlen, das Schutznetz der Stiftung Scheuern zu verlassen, gerade wenn man etwas mehr Unterstützung bei der Arbeit braucht. Es ist super, wie die Stiftung die Menschen bei der Wahl der Berufstätigkeit in alle Richtungen unterstützt.“ Auch Fragen der Bildungsbegleitung, des Gesundheitsmanagements und vieles mehr kamen zur Sprache, bevor sich ein kleiner Rundgang durch die Werkstatt Langauer Mühle anschloss. Dort staunten die Studierenden nicht schlecht über die Leistungsfähigkeit vieler Beschäftigter, die zum Beispiel an computergestützten Geräten in der Schreinerei arbeiten. Übrigens: Die Stiftung Scheuern ist sehr interessiert an Studierenden, die in den Semesterferien bei ihr arbeiten oder einen Teil ihrer Ausbildung hier machen möchten.