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„Eine erfolgreiche Bauzeit, auf eine gute Nachbarschaft, viel Spaß zusammen“


Solche und andere guten Wünsche hatte die Bewohnervertretung auf bunte Blätter geschrieben und vor den Gästen des Spatenstichs in der Stauffenbergallee 26 in Montabaur vorgetragen. Die Blätter wandern zusammen mit anderen Utensilien in eine Zeitkapsel, die demnächst in den Grundstein des neuen Wohnhauses auf dem Grundstück der Stiftung Scheuern im Montabaurer Quartier Süd eingelassen wird. Zu diesem freudigen Anlass strahlte nicht nur die Bewohnervertretung mit der Sonne um die Wette, sondern auch alle anderen Gäste freuten sich beim Spatenstich am 30. Juli 2021 mit.

Obwohl außer den Abmessungspflöcken und dem Bagger noch nicht viel auf dem Grundstück zu sehen ist, waren doch einige Menschen gekommen, die schon jetzt mit dem Bau, der 24 Menschen mit Behinderung ein Zuhause sein wird, viel verbinden: Pfarrer Gerd Biesgen als theologischer Vorstand der Stiftung Scheuern verglich den Hausbau mit einer Partie Doppelkopf, weil man bei diesem Spiel immer einen Partner für einen Gewinn finden kann. Aus Sicht künftiger Bewohner*innen kann es ein vielfacher Gewinn werden. Modernes Wohnen und ein selbstbestimmtes Leben in der Nähe der Familie oder kurze Wege zum Arbeiten locken neben attraktiver Umgebung und guter Infrastruktur nach Montabaur. Hier ging Biesgens Dank an politisch Verantwortliche in Stadt, Verbandsgemeinde und Kreis, sowie an Dr. Martin Koch von der Quartiersmanufaktur, die das Grundstück an die Stiftung Scheuern verkauft hatte und die seit 2016 schon fair mit der Stiftung zusammenarbeitet.

Michel Schneider, Geschäftsführer der Bauunternehmung Schneider Bau, die das Haus errichten wird, führte sehr anschaulich aus, was auf dem Eckgrundstück Stauffenbergallee zur Adolf-Edel-Straße entstehen wird: „20 Kilometer Elektroleitung, 2200 Tonnen oder 500 Elefanten, viermal ein Airbus A 380“, so brachte er Eckdaten des noch nicht sichtbaren 2- bzw. 3-geschossigen Hauses in die Vorstellung seiner Zuhörer. Er sprach aus, was allen Gästen dieses Tages ins Gesicht geschrieben stand, nämlich die Freude am Projekt: „Nach der Bauherrnschaft bin ich heute die zweitglücklichste Person. Wir schaffen ein Zuhause. Das ist eine Vorstellung, die ich persönlich unheimlich gerne mag. Es ist etwas Emotionales, ein Zuhause zu schaffen für Menschen, die es sehr verdient haben.“

Nach den Grußworten wurde geschaufelt: der Spatenstich. Damit ist die Baustelle nun offiziell eröffnet und findet, wenn alles glatt läuft, in 14 Monaten ihren Abschluss. Beim anschließenden lockeren Beisammensein tauschten sich auch die neuen Nachbarn schon einmal aus. Alle waren sich darin einig, dass das Wohnen und Leben in Montabaur dazu beiträgt, die Chancen für Menschen mit Behinderung zu verbessern.

Von links nach rechts auf dem Foto sind zu sehen:
Heike Freund, Architektin
Michel Schneider, Geschäftsführung Schneider Bau
Andree Stein, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur
Jürgen Schlepper, kaufmännischer Vorstand
Bernd Feix, pädagogischer Vorstand
Hans-Josef Sehr, Kreisverwaltung Westerwaldkreis Referat Soziales
Gerd Biesgen, theologischer Vorstand
Ruben Rhensius, pädagogischer Projektleiter
Christa Schienmann, Vorsitzende der Bewohnervertretung

Am 4. September 2021 gibt es im Quartierstreff nebenan eine Informationsveranstaltung zum Wohnhaus (Konzeption des Hauses, Belegungsverfahren, Umgebung). Interessierte können vorab Kontakt aufnehmen mit Svenja Schwarz-Bremer oder Ruben Rhensius. Bitte dazu unter T. 02604 979-0 verbinden lassen (Anmeldung erforderlich).