Drei Ärzte und Ärztinnen der Vitos Klinik behandeln Menschen aus der Stiftung zu festgelegten Terminen vor Ort. Daneben ist eine medizinische Fachangestellte jeden Tag vor Ort, um die Anliegen der Bewohner:innen und Mitarbeitenden aufzunehmen und zu bearbeiten. Zu der Arbeit gehören eine sorgfältige Diagnose und eine individuelle Therapie. Menschen mit einer geistigen Behinderung sind häufig nicht in der Lage sich über ihr Befinden und mögliche Beschwerden zu äußern. Daher ist es sehr wichtig, dass Betreuende mögliche Symptome beobachten und richtig interpretieren. Häufige Symptome psychischer Erkrankungen sind herausforderndes Verhalten, depressive Symptome, Ängste, psychotische Störungen, autismusnahe Symptome oder andere neuropsychiatrische Störungen.
Heike Bäcker, Leitende MFA und Projektverantwortliche sagt: „Menschen helfen zu können, empfinde ich als Glück, das unsere Patientinnen und Patienten oft mit einem Lächeln bestätigen. Das ist für mich die größte Motivation.“
„Die Behandlung von Menschen mit geistiger Behinderung liegt uns sehr am Herzen. Bei Vitos haben wir erst kürzlich ein Initiative zur engeren Zusammenarbeit zwischen der Psychiatrie und Einrichtungen für intelligenzgeminderte Menschen aus unserem Geschäftsbereich Vitos Teilhabe gestartet“, erklärt Prof. Dr. Christoph Fehr, Klinikdirektor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Hadamar. „Menschen mit Intelligenzminderung stehen in der medizinischen Versorgung oft vor besonderen Herausforderungen. Einschränkungen oder auffälliges Verhalten können das Erkennen psychischer Erkrankungen erschweren, so dass psychische und körperliche Probleme übersehen werden können“, sagt der Klinikdirektor.
Bernd Feix, Pädagogischer Vorstand der Stiftung Scheuern, betont: „Ich bin sehr dankbar, dass die Vitos Klinik die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem bisherigen Träger fortsetzt und so einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen, fachärztlichen Versorgung von mehr als 200 Menschen unserer Stiftung ermöglicht. Gerade Menschen mit komplexen Behinderungen benötigen spezifische medizinische Hilfen, die zudem eine gute Vernetzung zwischen Hausärzten, MZEB, psychiatrischen Institutsambulanzen und unseren Fachdiensten erfordern. Herr Prof. Dr. Fehr und sein Team leisten wichtige Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität Betroffener.“