Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland rund 10 000 Menschen das Leben. Wie man erkennen kann, dass ein Suizidrisiko besteht und welche Hilfsmöglichkeiten es gibt, ist Thema einer Veranstaltung am Mittwoch, 9. September, 18 Uhr, in der Brunnenhalle von Häcker’s Grand Hotel in Bad Ems. Veranstalter ist die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Rhein-Lahn, an der sich mit INGEPA auch die inklusiven gemeindepsychiatrischen Angebote der Stiftung Scheuern beteiligen.
„Darüber reden: Suizidalität erkennen und Hilfe ermöglichen“ lautet das Thema des Abends. Lange Zeit glaubte man, es sei besser nicht über dieses Thema zu sprechen, immer wieder wurde der Werther-Effekt erwähnt, danach hätten sich nach dem Erscheinen von Goethes Roman über den Suizid des jungen Werther viele Menschen das Leben genommen. Heute aber weiß man, dass es wichtig ist, das Thema nicht zu tabuisieren.
Um den offenen Umgang mit diesem Thema zu fördern veranstaltet die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn die Vortragsveranstaltung. Referentinnen sind die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Barbara Deimling und die leitende Psychologin der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach Anne Leber. Sie werden aus der Erfahrung ihrer Arbeit mit Menschen in psychischen Krisen sprechen.
Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und Interessierte. Nach dem Vortrag stellen sich Institutionen und Beratungsstellen der PSAG sich vor und kommen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch, darunter auch die INGEPA der Stiftung Scheuern.