Moderatorin Jasmin Bachmann leitete nicht nur fachkundig und charmant durch das Programm; sie erwies auch ein großes Herz für die Menschen und war somit ein perfektes Bindeglied zwischen Musik(ern) und Publikum.
„Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes“, zitierte Pfarrer Gerd Biesgen, Theologischer Vorstand der Stiftung Scheuern, Martin Luther vor Beginn des Konzerts. Erst wenige Tage zuvor hatte ein SWR-Reporter Beispiele aus der Stiftung in Internet und Radio beschrieben, die die Bedeutung von Musik für Menschen mit Beeinträchtigung deutlich machen. Beim Konzert der Symphoniker wurde nun besonders anschaulich, wie Musik berührt und beflügelt.
Die Herren an Trompete, Horn, Posaune, Tuba und Schlagzeug stellten zunächst ihre Instrumente und deren Besonderheiten im Dialog mit der Moderatorin vor. Als Beispiel, dass die Trompete in der Musik oft etwas Heldenhaftes verkörpert, spielte Laszlo Kunkli die Fanfare aus „Star Wars“. Die tiefe Tuba kam eher bedrohlich daher und man sah den Bösewicht im schwarzen Umhang aus derselben Fantasy-Reihe förmlich durch den Saal schreiten. Dass auch Gießkanne, Trichter und Gartenschlauch zum Musizieren geeignet sind, bewiesen die Bläser mit ihrer Darbietung der Eurovisions-Hymne.
Nicht nur zuhören, auch mitmachen war angesagt. Zur Musik klatschen war dabei nur der Einstieg. Richtig rund ging es bei der lautstark vom Publikum eingeforderten Zugabe „That’s a plenty“ (deutsch: „Das ist genug“) von Lew Pollack. Zum fetzigen Jazz-Stück tanzte Jasmin Bachmann mit einer Klientin, animierte das Publikum zu allen möglichen Armbewegungen, lobte Frederic Kuhn, der mit dem Schellenkranz das Lied begleitete, und staunte nach dem offiziellen Teil über das Mundharmonika-Spiel von Thomas Brost. Pfarrer Gerd Biesgen sprach dem Publikum aus der Seele, als er Musikern und Moderatorin versicherte: „Sie haben heute Nachmittag viele Menschen glücklich gemacht.“
