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Größte Covid-19-Impfaktion im Rhein-Lahn-Kreis verlief reibungslos


Am Wochenende wurden in der Stiftung Scheuern über 1.300 Menschen mit der Schutzimpfung versorgt.

Von Betroffenen und der Leitung der Stiftung Scheuern, einer Einrichtung der Behindertenhilfe, war sie heiß ersehnt. Auch der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, zeigte sich erfreut über diesen großen Fortschritt, dass nun viele Menschen einer weiteren Risikogruppe einen Schutz bekommen.

 

Die Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden jetzt auch ab März schrittweise geimpft. Die Stiftung Scheuern hatte das Impfangebot des Impfkoordinators des Landes Rheinland-Pfalz zu einer vorgezogenen Impfung angenommen.

Logistisch eine echte Herausforderung: Die bislang größte Impfaktion gegen Covid-19 im Rhein-Lahn-Kreis ging am Wochenende mit über 1.300 verimpften Dosen ohne Zwischenfälle über die Bühne. Die Stiftung Scheuern in Nassau, die ca. 650 Menschen mit Behinderung durch rund 1.200 Mitarbeitende betreut, war eine der ersten Einrichtungen der Behindertenhilfe, die jetzt zum Zug kam.

Der hohe administrative Aufwand einer Woche hat sich ausgezahlt und zeigte mit welcher Professionalität und großem Organisationsgeschick das Deutsche Rote Kreuz und die Stiftung Scheuern die impfwilligen Menschen binnen kürzester Zeit vorbereitet haben.

Insgesamt wurde die Impfspritze den Bewohner*innen und Mitarbeitenden an zwei Tagen verabreicht. Je nach Alter wurde entweder mit dem Impfstoff von AstraZeneca oder von Biontech/Pfizer geimpft. Vor der Impfung stand eine Schnelltestung an, denn nur Corona-Negative dürfen geimpft werden. Mit dem Ergebnis und den vollständigen Impfunterlagen in der Hand ging es zum eigentlichen Impftermin. Ärmel hoch, Spritze setzen, Ausfüllen des Impfnachweises, Beobachtungszeit abwarten und wieder nach Hause gehen. Das war’s.

Frank Puchtler, der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises betonte: „Ich bin froh, dass es uns mit Hilfe der Mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes gelungen ist, an einem Wochenende so viele Menschen zu impfen. Damit sind nun im Rhein-Lahn-Kreis weit über 7.000 Menschen geimpft.“ Landrat Puchtler dankte allen Beteiligten, die mit viel Engagement und Fachkenntnis die Impfaktion vorbereitet haben.

Die Impfungen fanden in allen Wohnhäusern auf dem Campus von Scheuern und Bergnassau-Scheuern statt. Zeitgleich aber auch in Laurenburg, in Bad Ems und in Nastätten. Ein kleiner Impfsaal wurde zusätzlich am Hauptsitz der Stiftung aufgebaut, der sonst als Casino dient. So waren an beiden Tagen sieben Mobile Impfteams mit mehr als 40 DRK-Einsatzkräften im Dienst. Hinzu kamen fünf Personen für die Impfstoffzubereitung und drei Ärzte.

„Eine gute Vorbereitung ist das A und O“, so Freddy Czopowski, Einsatzleiter und Koordinator des Deutschen Roten Kreuzes, der für die Impfaktion in der Stiftung Scheuern federführend war. Czopowski stand im Vorfeld der Stiftung Scheuern beratend zur Seite und steuerte die umfangreiche Logistik bis ins kleinste Detail. Er kümmerte sich von der Dienstplanerstellung über die Ausstattung mit Material und Fahrzeugen bis hin zur Impfkoordination mit Impfstoff-Bestellung. Der Impfstoff wurde am frühen Morgen vor Beginn der Impfaktion im Impfzentrum Lahnstein vom DRK-Einsatzleiter Czopowski abgeholt. Sorgfältig transportiert und gut gekühlt wurde er in Nassau von Apothekern und PTAs weiter für die Impfung vorbereitet.

Bernd Feix, der pädagogische Vorstand der Stiftung Scheuern, würdigte die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Es geht nur im Team und das haben wir hervorragend umgesetzt!“ Bei aller organisatorischer Meisterleistung begegnete das gesamte DRK-Team den zu impfenden Menschen offen, warmherzig und sehr umsichtig.

Auch die Soldat*innen der Bundeswehr hatten großen Anteil an dem Erfolg der Impfaktion, denn sie haben der Stiftung Scheuern durch die Schnelltests den Rücken freigehalten.

„Wir von der Stiftung Scheuern sehen uns zu allererst in der Fürsorgepflicht für die uns anvertrauten Menschen und sind natürlich erleichtert, dass sich auch so viele Mitarbeitende impfen ließen“, sagte Pfarrer Gerd Biesgen, theologischer Vorstand der Stiftung Scheuern.

Doch wie geht es weiter? Ein nötiger zweiter Impftermin wird den erstmalig Geimpften noch mitgeteilt. Fest steht: Es wird zwei Impftermine in der Stiftung Scheuern geben, denn die zeitlichen Abstände der ersten und zweiten Impfung beim Wirkstoff von AstraZeneca liegen bei ca. neun Wochen und bei Biontech/Pfizer bei drei bis vier Wochen.

Alle Beteiligten sind sich schon jetzt sicher, dass auch die kommenden Impfungen gut vorbereitet und flüssig abgearbeitet werden. Die Verantwortlichen sind froh als Teil der Impfstrategie bei der Bewältigung der Pandemie gemeinsam einen Beitrag geleistet zu haben.

Diese gemeinsame Pressemitteilung von DRK und Stiftung Scheuern zum Download.

(C) Stiftung Scheuern

Mit freundlicher Genehmigung von (C) DRK Rhein-Lahn, Amelie Kohn