Diese invasive Pflanze bedroht die heimische Artenvielfalt und stellt aufgrund ihrer phototoxischen Wirkung auch eine Gefahr für die Gesundheit von Wanderern, Naturliebhabern oder spielenden Kindern dar.
Bevor die eigentlichen Arbeiten begannen, verschafften sich Mitarbeiter des Naturparks einen Überblick über das Ausmaß der Bestände. Das Ergebnis ist ebenso beeindruckend wie alarmierend: Über 10.000 Keimlinge wurden von Montabaur bis Weinähr gezählt, sehr viele weitere kamen im Laufe der bisherigen Vegetationsperiode hinzu. Um diese Menge nachhaltig zu bewältigen, setzt das Projekt auf eine mühsame, aber ökologisch verträgliche Methode: das gezielte Ausstechen der Wurzelstöcke per Hand. Für die praktische Umsetzung konnte die Stiftung Scheuern gewonnen werden. Unter der Leitung von Markus Reichwald und Timo Paul sind derzeit dort Fritz Molitor, Christopher Heinz, Merlin Ruckes sowie FSJler Jakub Niewiadomski im Einsatz.
Olaf Glasner, Referatsleiter Klima, Natur und Wasser in der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, betont: „Das Projekt zeigt auf sehr schöne Weise, wie Naturschutz und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können. Die enge Verzahnung zwischen der Verwaltung, dem Naturpark und tatkräftigen Akteuren vor Ort ist genau der nachhaltige Ansatz, um ein solches Problem in den Griff zu bekommen.“
Roger Best, aus dem Gewässerschutz der Kreisverwaltung ergänzt: „Der Erfolg dieser Maßnahme wird sich sicherlich nicht über Nacht einstellen. Hier ist die Beständigkeit unseres Handelns, wahrscheinlich über Jahre gefragt um die massiven Bestände dauerhaft einzudämmen.“
Von Seiten der Stiftung Scheuern wurde bereits signalisiert, dass sie auch im nächsten Jahr wieder für die Fortführung der Maßnahme bereitstehen würde, auch weil die Mitarbeiter der Stiftung sichtlich Freude bei der Arbeit hatten und dabei auch die landschaftliche Schönheit des Gelbachtals hautnah erleben konnten.
Naturparkreferent Stefan Eschenauer freut das besonders, „denn von dieser Zusammenarbeit, profitieren alle Seiten– vor allem aber unsere heimische Natur hier im Naturpark.“
