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Ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung


Die letzte Sitzung des Stiftungsrats der Stiftung Scheuern in diesem Jahr bot den passenden Rahmen für eine besondere Ehrung: Nach 19 Jahren wurde Dr. Rolf Schneider, der stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, feierlich verabschiedet und mit dem Silbernen Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet.

Ernsthaftigkeit und eine stets mit großer inhaltlicher Substanz gepaarte Sachlichkeit, dazu eine enorme Präzision und Beharrlichkeit im Tun und vor allen Dingen über viele Jahre hinweg ein außergewöhnliches, überdurchschnittliches Engagement für andere – all diese positiven Eigenschaften kamen zur Sprache, als der Stiftungsrat der Stiftung Scheuern vor kurzem seinen stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Rolf Schneider verabschiedete. Und nicht nur das: Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes verlieh das Aufsichtsgremium der Nassauer Einrichtung der Behindertenhilfe Dr. Schneider in seiner letzten diesjährigen Sitzung das Silberne Kronenkreuz der Diakonie.

Anschaulich ließ Kristian Brinkmann als Stiftungsratsvorsitzender die herausragenden Ereignisse und Entwicklungen der vergangenen 19 Jahre, die der Jurist Dr. Rolf Schneider in hohem Maß mitgeprägt hat, Revue passieren. Dazu zählen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, der Prozess der Dezentralisierung, die Implementierung einer neuen Wohnstruktur auch am Hauptsitz der Stiftung Scheuern in Nassau und, erst in diesem Jahr, die Einführung eines dreiköpfigen Vorstands. Die fachliche Expertise und Genauigkeit Dr. Schneiders sei für die Arbeit des Stiftungsrats stets sehr hilfreich gewesen, betonte Kristian Brinkmann: „Wir haben seine Hinweise auf wichtige rechtliche Zusammenhänge und Details sehr geschätzt.“ Der scheidende stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende sei ihm stets als Jurist mit enormem Wissen und einer dezidierten Meinung begegnet, betonte auch Pfarrer Gerd Biesgen, theologischer Vorstand der Stiftung Scheuern: „Besonders bewundernswert war, dass Sie trotz Krankheit, insbesondere in den letzten zwei Jahren, weiter mitgewirkt haben und sich, obwohl es Ihnen gesundheitlich nicht immer gut ging, nicht haben entmutigen lassen.“

Dies wurde nicht zuletzt auch deutlich, als der Geehrte selbst das Wort ergriff. Nicht nur auf der menschlichen und gesellschaftlichen Ebene, sondern auch juristisch gesehen hätten Menschen mit Behinderung einen Anspruch auf Gleichberechtigung, betonte er in seinen Dankesworten. „Dazu beizutragen, dass dieser Anspruch in die Realität umgesetzt wird, habe ich stets als meinen Auftrag empfunden“, sagte Dr. Schneider und fügte hinzu, er sehe das Kronenkreuz, das er als „Sichtbarmachung der Mitmenschlichkeit“ bezeichnete, als Auszeichnung für alle Mitarbeitenden der Diakonie an. Viele grundlegende Aufgaben wie die Trennung des operativen Geschäfts und der Kontrollfunktion innerhalb der Stiftung Scheuern seien in seiner Amtszeit erfolgreich abgeschlossen worden, so der scheidende stellvertretende Vorsitzende. Gleichwohl merkte er an, es sei noch viel zu tun: „Zu den aktuellen und künftigen Aufgaben gehören unter anderem die Fortführung des Dezentralisierungsprozesses und, damit einhergehend, eine Lösung für die alternative Nutzung der Gebäude auf dem Campus der Stiftung Scheuern.“

Eine sehr feierliche Veranstaltung, die den Blick gleichermaßen in die Vergangenheit wie in die Zukunft richtete, war die Verleihung des Silbernen Kronenkreuzes also. Apropos Zukunft: Zum Nachfolger von Dr. Schneider im Amt des stellvertretenden Stiftungsratsvorsitzenden wurde Pfarrer Matthias Loyal, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Vereins für Innere Mission (EVIM), gewählt. Und auch zwei neue Gremiumsmitglieder gibt es: Ab sofort gehören Richard Diesler, vor seinem Eintritt in den Ruhestand Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank eG aus Niederwallmenach, und Manfred Stamm, Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, dem ehrenamtlichen Gremium an.