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Aktuelles

Absolventen und Azubis feiern gemeinsam erfolgreichen Abschluss


Sie alle haben eine große Herausforderung in ihrer beruflichen Entwicklung gemeistert: die insgesamt 37 Absolventen und Auszubildenden in der Stiftung Scheuern. Jetzt wurde gemeinsam gebührend in der Nassauer Stadthalle gefeiert.

„Sie dürfen sehr stolz auf das sein, was sie geleistet haben“, sagte Jürgen Schlepper, Kaufmännischer Vorstand, in seiner Begrüßungsansprache. Sie, das sind all jene, die den zweijährigen Berufsbildungsbereich durchlaufen, eine Zusatzqualifikation erworben oder ihre Ausbildung erfolgreich absolviert haben.

 „Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es!“, zitierte Schlepper Goethe und sagte: „Dazu gibt es in der Stiftung Scheuern viele Möglichkeiten, zum Beispiel durch Fortbildungen und Qualifikationen auf zahlreichen Gebieten, sowie viele Menschen, die sie dabei mit viel Herzblut begleiten.“

Alexandra Sniehotta vom Berufsbildungs- und Integrationsservice (BIS) gratulierte den Absolventen. Diese hatten zunächst ein dreimonatiges Eingangsverfahren mit Hospitationen und Praktika durchlaufen, in denen sie ihre beruflichen Fähigkeiten und Neigungen herausarbeiteten. Im Anschluss standen zwei Jahre im Berufsbildungsbereich an, bei denen den jungen Leuten Berufsbildungsbegleiter und die Mitarbeitenden der WfbM zur Seite standen. „Diese haben euch dabei unterstützt, so viel zu lernen, aber am allermeisten habt ihr selbst zum Erfolg beigetragen“, sagte Sniehotta.

Jörg Bremser, bis vor Kurzem Leiter des Fachbereichs Bildung, Arbeit, Teilhabe, wandte sich an die Werkstattbeschäftigten, die sich im vergangenen Jahr weiterqualifiziert hatten. Jene aus den Bereichen Gastronomie und Wäscherei sind nun offiziell als Hauswirtschaftliche Unterstützungskräfte anerkannt, die Beschäftigten aus der Metallwerkstatt erwarben den Schweißerschein. Auch Bremser lobte die Beschäftigten für „ihren Mut, sich auf den Weg zu machen und sich weiterzuqualifizieren“.

In den Werkstätten der Stiftung Scheuern gibt es seit zehn Jahren die Möglichkeit, einen qualifizierten Abschluss zu erwerben. „Damals war es ein Novum, bei der Industrie- und Handelskammer vorstellig zu werden und den Weg für solche Qualifizierungen zu ebnen“, sagte Bremser. 

Kurz gesagt geht es darum: Lerninhalte einer Vollausbildung in den Bereichen Küche, Wäscherei, Reinigung und Service werden in kleinere Abschnitte untergliedert. In solchen Teilbereichen können sich Beschäftigte qualifizieren und nach erfolgreicher Prüfung ein Zertifikat erwerben.

„Eine solche Qualifizierung stärkt die Menschen in ihrer Persönlichkeit und bringt sie in ihrer beruflichen Entwicklung weiter“, erläutert Jörg Bremser. Zugleich gebe sie möglichen Arbeitgebern Orientierung über die beruflichen Fähigkeiten der Beschäftigten. „Wir durften beobachten, wie Absolventen der hauswirtschaftlichen Unterstützungskraft selbstbewusst und gut vorbereitet den Schritt zum ersten Arbeitsmarkt hin gemeistert haben”, sagt Bremser.

Was vor zehn Jahren neu und bisher auf wenige Werkstattbereiche beschränkt war, wird nun auf alle Bereiche ausgedehnt. „Das ist ein logischer Schritt in Richtung Inklusion“, begrüßt Bremser die Entwicklung, die von der Bundesagentur für Arbeit vorangetrieben wird. Entsprechende Konzepte werden zurzeit in der Stiftung Scheuern entwickelt. „Unser Vorteil ist, dass wir aus zehnjähriger Erfahrung wissen, wie es geht“, so Bremser.

Gefeiert wurde auch der erfolgreiche Abschluss von Ausbildungen im Bereich Heilerziehungspflege, Erzieher:in, im IT-Bereich sowie im Dualen Studium der Sozialen Arbeit. Antje Koch-Gellermann, Leitung Personalmanagement, griff dabei ebenfalls den Begriff Mut auf. „Die Arbeit im sozialen Bereich erfordert immer Mut, denn es gilt, für andere dazusein und jeden Tag einen Unterschied im Alltag der Menschen zu machen.“ Den neuen Fachkräften rief sie zu: „Seid stolz auf das was ihr erreicht habt!“

Grußworte und Glückwünsche gab es auch von Patrick Kreer im Namen des Werkstattrats sowie von Christin Rotard für die Mitarbeitenden- sowie die Jugend- und Auszubildendenvertretung (MAV/JAV).

Mehr als 30 Menschen stehen auf einer Bühne. Einige halten ein Zertifikat oder Blumen in den Händen.